Service: Gekühlt bei 6-10 Grad servieren
Gottfried Keller, als Staatsschreiber und Weinliebhaber, hatte die notwendigen Weisungen verfasst, damit der Klosterkeller Rheinau nach der Auflösung des Stifts im Jahre 1862 unter die Obhut der kantonalen Verwaltung kam. Mit seiner Unterschrift besiegelte der Dichter die Zusammenlegung des Klosterkellers Rheinau mit dem Zürcher Spitalamtskeller. Das war die Geburtsstunde der heutigen Staatskellerei.
Zweck und Aufgabe der Staatskellerei, nämlich die kantonalen Spitäler und Anstalten mit Wein zu versorgen, blieben auch nach dem erfolgten Zusammenschluss bestehen. Die Ration eines Kranken betrug "täglich einen Schoppen Wein (3.75dl)" und so bezifferte sich der Jahresbedarf der kantonalen Anstalten im Jahre 1894 noch auf über 200'000 Liter! Auf ein Gesuch der Sanitätsdirektion hin, regelte der Regierungsrat im gleichen Jahr den Verkauf von Staatskellerei-Weinen an Vereine, Gaststätten und Privatpersonen und legte damit den Grundstein zur Öffnung nach aussen.
Heute prägt der Betrieb den Zürcher Rebbau wesentlich mit, kauft und verarbeitet er doch die Trauben von rund 160 verschiedenen Produzenten im ganzen Kanton. Im kühlen Kellergewölbe des jahrhundertealten Klosters Rheinau werden die Trauben aus über 25 Zürcher Gemeinden gekeltert und bis zur Abfüllung sorgfältig gehegt und gepflegt. Damit ist die Staatskellerei einer der grössten Zürcher Weinproduzenten.
Der Stolz gilt aber nicht der Grösse, sondern vor allem der Qualität der Weine. Und das mit Recht: Naturnaher Rebbau, drastische Mengenbeschränkungen und der Einsatz moderner Kellertechnik sind die Grundlage für das überdurchschnittlich hohe Niveau der Tropfen aus dem Staatskeller.
Kellerführungen können Sie über die Internetseite www.weinloge.ch vereinbaren.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Staatskellerei Zürich - SKZ
