19 Punkte bei René Gabriel – der Geheimtipp aus Pomerol!

        19 Punkte werden auf René Gabriels Internetplattform www.bxtotal.com nur sehr selten vergeben – lediglich aussergewöhnliche Spitzenweine mit grossem Potential erhalten ein derartiges Top-Rating. Von Jahrgang 2016 des Pomerol Clos de la Vieille Eglise war Kritiker André Kunz so begeistert, dass man geneigt ist zu sagen: the best Vieille Eglise ever!
        2016 Clos de la Vieille Eglise Pomerol AOC

        Clos I’Eglise-Clinet hiess vor etwa 200 Jahren ein bedeutendes Weingut im Bordelais. Dann allerdings wurde die Rebfläche aufgeteilt und es entstanden daraus zwei berühmte neue Châteaus Eglise Clinet und Clos I’Eglise –, sowie ein weniger bekanntes Weingut, das den Namen Clos de la Vieille Eglise trägt. Vieille Eglise stand zwar lange Zeit im Schatten der beiden renommierten Konkurrenten, konnte jedoch die Qualität der Weine im Laufe der vergangenen Jahre kontinuierlich verbessern, sodass die drei Weingüter qualitativ heute wieder nahezu auf Augenhöhe sind. Jean-Louis Trocard erzeugt hier mittlerweile absolute Spitzenweine - samtige Rotweine, die eine hohe Lagerfähigkeit besitzen und schon seit einigen Jahren wieder zu den besten Weinen der nur etwa 800 Hektar umfassenden Appellation Pomerol gehören. 

        Glücklicherweise (muss man sagen) wurde Vieille Eglise von den meisten renommierten Weinkritikern lange Zeit übersehen, sodass die Weine im Vergleich zu vielen anderen Gewächsen aus Pomerol noch absolut erschwinglich sind – hinsichtlich des Genuss-Preis-Verhältnisses ist Clos de la Vieille Eglise deshalb ein echter Geheimtipp.  Mal sehen, wie lange noch, denn auch Parkers Wine Advocate und James Suckling sind inzwischen auf Vieille Eglise aufmerksam geworden...

        Mit 1,5 Hektar Weinbergen besitzt Vieille Eglise zwar keine grosse Rebfläche, jedoch wachsen die Weinstöcke in bestem Pomerol-Terroir  das Weingut befindet sich auf einem hohen Kies-Plateau, das zu den besten Lagen der Appellation gehört. 70 Prozent der Weinberge sind mit der Pomerol-typischen Rebsorte Merlot bepflanzt, während 30 Prozent der Anbaufläche auf die kongeniale Sorte Cabernet Franc entfallen.  Nach sorgfältiger Ernteselektion mit niedrigen Erträgen von nur 45 Hektoliter pro Hektar und 20 Reifemonaten im Barrique präsentiert sich der  der 2016er Clos de la Vieille Eglise im Glas in undurchsichtigem Purpur mit satter Mitte und violettem Rand. 

        Bei der Beschreibung der Sinneseindrücke in der Nase und am Gaumen gerät Bordeaux-Experte André Kunz vom Weinwisser regelrecht ins Schwärmen und beschreibt ein "samtenes, dichtes, komplexes, frisches, fein opulentes Bouquet", das nach "Johannisbeergelee, Cassis, Tabak, Nougat, Minze und feiner Lakritze" duftet. Im Geschmack präsentiert sich der Wein dann mit "dichtem, ausgewogenen vollen, cremigen Gaumen mit kräftiger, süsser Frucht, viel feinem Tannin, dichter, vielfältiger Aromatik, opulenter, fein muskulöser Struktur sowie einem sehr langen, molligen Abgang mit vielen Rückaromen. 19/20"  



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