Das Weingut Cantina Valpolicella Negrar wurde 1933 gegründet. Von Beginn an war das Unternehmen im Besitz einer Genossenschaft, die sich aus vielen Mitgliedern und ihren Familien zusammensetzte. Mittlerweile zählt das Weingut 230 Mitglieder, die das Ziel verfolgen, hochqualitative Weine zu erzeugen, die als lebendiger Ausdruck des Terroirs gelten. Auch wenn die Jahrgänge des Weingutes sich durch eine unverwechselbare Qualität auszeichnen, ist das Team stets bestrebt, die technischen Anlagen und die Produktionsabläufe fortwährend zu verbessern. Angebaut werden hauptsächlich rote Rebsorten, die gewöhnlich recht jung getrunken werden, damit der dezente nussige Geschmack zum Ausdruck kommt. Ein Großteil der 700 Hektar großen Rebfläche ist mit der Rebsorte Corvina Veronese bewachsen, aus deren Trauben äußerst tiefrote und tanninreiche Rotweine gekeltert werden. Die zweite Rebsorte des Weingutes Cantina Valpolicella Negrar ist Corvinone Veronese, die außerordentlich robuste Beeren entwickelt, die durch einen konzentrierten Fruchtgeschmack gekennzeichnet sind. Bei der Verarbeitung der Beeren, die stets handverlesen werden, bedient das Team sich einer Technik, die schon in der frühen Römerzeit angewendet wurde. Nach der Lese werden die Trauben in gut durchlüfteten Räumen aufbewahrt, bevor sie nach zirka 100 Tagen weiterverarbeitet werden. Dieser Prozess, der den Fruchtgehalt der Beeren intensiviert, nennt sich „Antrocknen“. Zwar wiegen die Trauben anschließend deutlich weniger, jedoch sind der Zucker- und Fruchtgehalt gleichermaßen erhöht. Nach Abschluss des Reifeprozesses werden die Trauben sorgsam gepresst und im Edelstahltank vergoren. Die Weine präsentieren sich in einem wundervollen Rubinrot. Tannine und Säuregehalt sind perfekt ausbalanciert, weshalb die Rotweine ein lang anhaltendes Finale versprechen. Im Mund scheinen die facettenreichen Aromen, darunter Kirschen und Pflaumen, buchstäblich zu verschmelzen.