5 Fragen an Peggy Künzli

        Für die Weine der Wachau hat Peggy Künzli ein besonderes Faible. Welche sie ausser Veltliner oder Riesling gerne geniesst und welche sie am liebsten auf eine einsame Insel mitnehmen würde, lesen Sie hier.
        Peggy Künzli, Geschäftsführerin Winterthur.

        Erinnerst du dich an dein erstes Glas Wein?

        Ja natürlich – wenn das nur ein Glas gewesen wäre … Zum ersten Mal kam ich in meiner Lehre im Hotel International in Kontakt mit Wein. Am Feierabend durfte das Personal immer die Flaschen geniessen, welche die Gäste nicht getrunken haben … das war sehr lehrreich.

        Welcher Winzer hat dich im Laufe deiner Karriere am meisten beeindruckt?

        Das ist ganz klar Annatina Pelizzatti aus der Bündner Herrschaft. Als ihr Mann vor Jahren verstorben ist, nahm sie die ganze Arbeit vom Rebberg bis hin zu Kellerarbeit und Verkauf auf sich. Sie arbeitete von morgens früh bis abends spät. Ihr einziger treuer Begleiter war ihre Katze, die ebenso dünn war wie sie.

        Welches Anbaugebiet fasziniert dich ganz besonders?

        Es gibt viele Weinbauregionen, die mich faszinieren. Ganz besondere Anziehung übt die Wachau mit ihren Weinen auf mich aus. Wenn eine Region eine Karte braucht, um eine Geschichte zu erzählen, dann die Wachau, jener komplexe Kreuzungspunkt von nördlichem und südlichem Klima mit einem vielfältigen Mosaik aus unterschiedlichsten Böden und Gesteinen. Die Trauben erbringen komplexe Weine, die zwar viel Alkohol besitzen, aber alles andere als fade Monster sind.

        Was für Weine sollten den Grundstock eines gut sortierten Kellers bilden?

        Weine sind so verschieden wie Menschen, daher sind auch die Weinkeller sicher nach den jeweiligen persönlichen Vorlieben zusammengestellt. In meinem Keller schlummern nebst verschiedensten Grünen Veltlinern auch deutsche Rieslinge und Champagner. Bei den Roten allen voran viele Weine aus dem Ribera del Duero; den Valbuena von Vega Sicilia schätze ich beispielsweise ganz besonders. Daneben gibt es auch mal eine Flasche Redigaffi oder Dominus – auch Weine mit 100 Parker- Punkten gehören unbedingt dazu.

        Welchen Wein würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

        Zum Apéro eine Flasche Champagner Pol Roger Vintage. Und wenn Mövenpick offeriert, gerne noch eine Kiste 2010 Valbuena 5° dazu.

        Diese Beiträge könnten Sie auch noch interessieren: