Roséweine

      Roséweine

      Der Rosé-Boom

      Rosé boomt! Noch nie war das Angebot auf dem Markt und die Nachfrage der Weintrinker nach Rosé so gross wie im Moment. Während in der Vergangenheit nur ausgesprochene Rosé-Liebhaber diese Weine nachgefragt haben, erfreuen sich die Rosé mittlerweile einer rasant wachsenden Akzeptanz. Sehr viele Winzer, und gerade auch die junge Generation hat erkannt, dass gute Rosé eine attraktive Plattform sind, um sich auf dem Markt zu zeigen und neue Konsumenten zu gewinnen. Häufig sind diese Weine mit originellen Etiketten ausgestattet, die mit althergebrachten Traditionen brechen und den fröhlichen, unkomplizierten Charakter der Weine betonen.

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      Vorurteile gegen Rosé

      Früher hatten Roséweine Image- und Absatzprobleme, weil sie 'weder Fisch noch Fleisch' waren, denn die meisten Weinkonsumenten tranken passioniert entweder Rot- oder Weisswein. Dem Rotweintrinker war Rosé zu hell und nicht kräftig genug, dem Weissweintrinker nicht spritzig genug. Zudem hing dem Rosé immer der Makel an, nur Resteverwertung zu sein, denn die klassischen Herstellungsmethoden für Rosé entspringen zum Einen ursprünglich Konzentrationsverfahren für Rotwein, bei denen der Rosé nur als Nebenprodukt anfiel, bieten zum Anderen die Möglichkeit zur Verwertung von Trauben aus jungen Rebanlagen, die für kräftige Rotweine noch nicht ausreichend Reife und Intensität mitbringen.
      Auch haftete den rosafarbenen Weinen das Vorurteil an, sie wären immer süsslich und es würde ihnen an Frische mangeln. Früher mag an allen diesen Argumenten etwas dran gewesen sein, mittlerweile muss man derartige Generalabrechnungen aber als veraltet zurückweisen, denn die meisten Rosé auf dem Markt sind heute klassisch trocken und absolut seriös produziert.

      90+ Punkte und kein Ende in Sicht

      Sinnbildlich für den Aufstieg des Rosé in höhere Sphären stehen Weine wie der Miraval, der nicht nur durch seine prominenten Eigentümer Angelina Jolie und Brad Pitt ein bisschen Hollywood-Glamour in die rosa Welt bringt, sondern auch eine extrem namhafte Produzenten-Familie im Rücken hat. Denn für die Vinifikation (Weinbereitung) dieses provenzalischen Klassikers ist niemand Geringeres als die Familie Perrin verantwortlich, die mit Chateau Beaucastel zur absoluten Beletage im Anbaugebiet Chateauneuf du Pape zählt. Und nicht zuletzt ist der Miraval ein formidabler Wein, der primär aufgrund seiner Qualität bekannt ist und daher auch zum besten Roséwein der Welt gekürt wurde.
      Aber auch andere Rosé aus dem Eldorado Provence machen mit Ratings jenseits der 90-Punkte bei den einschlägigen Weinkritikern auf sich aufmerksam und beweisen, dass diese Weinkategorie längst den Kinderschuhen entstiegen und erwachsen geworden ist. Zweifellos feiert Rosé als saisonales Getränk seinen zweiten Frühling und das Ende seines Höhenfluges ist nicht abzusehen. Der Marktanteil steigt weiter und liegt in Deutschland inzwischen bei 9%. Wie auch Weisswein verkörpert Rosé perfekt den Typus Sommer- und Terrassenwein und harmoniert hervorragend als idealer Begleiter zu leichten Vorspeisen, Fisch und Meeresfrüchten oder Grill-Food.

      Wie Rosé entsteht

      Üblicherweise gibt es drei Methoden Roséweine zu vinifizieren: Beim 'Abpressen' werden die Rotweintrauben direkt gepresst, so dass die Schalen und der Saft keinen Kontakt haben, die Färbung ist hier daher nur ganz zart rosa. Meist handelt es sich um jüngere Rebstöcke, die noch nicht ausreichend Konzentration für Rotweine aufweisen. So werden zum Beispiel die Rosé am Gardasee oder in Bordeaux hergestellt.

      Die zweite Methode ist die sogenannte „Mazeration", die im Prinzip den Beginn der Weinherstellung (auch bei Rotweinen) beschreibt, in der der frisch gepresste Traubensaft Kontakt mit den Schalen hat. Bei Rotweinen kann dieser Prozess bis zu 2 Wochen umfassen, Rosé-Weine verbringen nur einige Stunden oder sogar Minuten auf den Schalen - je nach Stilistik des Weines, denn desto länger der Most auf den Schalen bleibt, umso dunkler, voller und intensiver im Geschmack ist der Rosé.


      „Saignée" oder übersetz „Aderlass" ist die dritte Methode, mit der Rosé-Weine hergestellt werden können. Ähnlich der Mazeration verbringt der Most hier auch zunächst Zeit mit den Schalen. Der Unterschied - wie der Name erahnen lässt - ist allerdings, dass bei dieser Methode der nach einigen Stunden roséfarbene Most „zu Ader gelassen wird". Hier werden demnach nicht, wie bei der Mazeration die Schalen entfernt, sondern der Rosé wird abgelassen und in einem eigenen Gefäss (meistens Tanks) vinifiziert. Da nur ungefähr 10-20 % des Most zu Rosé verarbeitet wird, erfüllt dieses Verfahren gleichzeitig zweierlei Zwecke: zum Einen gewinnt man einen intensiven Rosé, je nach Dauer der Mazeration kann dieser zart rosa und mild fruchtig oder kräftig rot und intensiv fruchtig sein. Zum Anderen gewinnt der verbliebene Saft respektive Rotwein an Farb- und Extrakt-Konzentration, da der Anteil an Schalen im Verhältnis zum Saft höher ist als vor dem Aderlass. Dieses Verfahren wird häufig bei Tempranillo in Spanien oder den Rotweinen in Südfrankreich angewendet. Hier hat der Rosé-Klassiker Tavel sogar eine eigene geschützte Ursprungsbezeichnung, in der tatsächlich auch nur Rosé produziert werden darf; seine dunkelrote Farbe erinnert beinahe schon an Rotwein.


      In unserem Sortiment finden Sie eine Vielzahl an fantastischen Roséweinen aus Ländern wie Frankreich, Italien, Schweiz und Spanien. Aber auch erlesene Roséweine aus Übersee wie Chile, Vereinigten Staaten, Australien oder Neuseeland. Von spritzig bis trocken, von einem zartrosa bis fast rot - entdecken Sie ihren persönlichen Liebling!

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