Saar-Riesling "Fuder 13" & Nudelsalat "Thai-Style"

        Diesen Donnerstag gibt's ein sommerliches Salatrezept mit exotisch-würzigem Kick in Kombination mit einem genialen Steillagen-Riesling von der Saar. Das Weingut Van Volxem ist der Aufsteiger der letzten 20 Jahre in der deutschen Weinszene und beweist mit unserer Exklusiv-Edition "Fuder 13" eindrucksvoll, warum das so ist. Alles, was Sie über diesen spektakulären Weisswein, das eindrucksvolle Weingut und den pikant-frischen Nudelsalat im Thai-Style wissen müssen, lesen Sie hier.

        Klein, aber extrem fein – das Anbaugebiet Saar

        Flächenmässig gehört die Weinregion Saar mit rund 800 Hektar Weinbergen zu den kleinsten  Anbaugebieten in Deutschland. Aus qualitativer Sicht jedoch gehören die besten Weinberge der Saar zu den begehrtesten und teuersten Rieslinglagen der Welt. Durch das Studium historischer Lagenkarten und Dokumente ist es dem Inhaber des Weingutes Van Volxem – Roman Niewodniczanski – im Laufe der Jahre gelungen, einige der wertvollsten Lagen der Saar, die in Vergessenheit geraten waren, wiederzuentdecken und sie anschliessend mit grossem Aufwand zu rekultivieren. Dabei galt seine Vision immer dem Ziel, den Saarweinen durch die Rückbesinnung auf beste Lagen und handwerkliche Traditionen ihren exzellenten Ruf zurückzugeben, den sie in der Zeit um 1900 international genossen hatten. Denn zum Ende des 19. Jahrhunderts erzielten die Weine von der Saar auf den damals bedeutenden Trierer Versteigerungen Spitzenpreise, die im Durchschnitt deutlich höher lagen als diejenigen der Mosel. 

        Hauptrebsorte an der Saar ist die Rieslingtraube, die auch beim Weingut Van Volxem etwa 98 Prozent der Rebfläche einnimmt. Die geologische Besonderheit des Anbaugebietes sind 400 Millionen Jahre alte Schieferböden, die den Weinen ihre einmaligen Charakteristika verleihen. In den kargen und zugleich fruchtbaren, überwiegend nach Süden ausgerichteten Steillagen entstehen Weissweinunikate, die gleich in zweifacher Hinsicht von ihrem Untergrund profitieren: Nicht nur die mineralische Prägung der Weine ist ein Verdienst des Schiefers, auch die Fähigkeit des Gesteins, Wärme zu speichern trägt zur wichtigen Aromenbildung in den Trauben bei. Da das Klima an der Saar kühler als an der Mosel ist, wird nach einer langen Vegetationsperiode erst sehr spät im Jahr geerntet, wenn die Trauben ihre volle physiologische Reife erreicht haben. Als Resultat entstehen bei Van Volxem Saar-Rieslinge mit herrlich reicher Frucht, geringem Alkoholgehalt und harmonischer Frische, die ungemein viel Eleganz und Finesse besitzen. 

        Historisches Klosterweingut mit grosser Zukunft

        Das im historischen Zentrum des Städtchens Wiltingen nahe Trier gelegene Weingut Van Volxem geht auf eine römische Villenanlage zurück, deren Fragmente noch heute sichtbar sind. Die Weinberge des Guts, die von den Römern bereits im 3. Jahrhundert in den besten Schieferlagen der Saar angelegt wurden, zählen zu den ältesten Steillagen überhaupt. Ab dem 11. Jahrhundert wurde das exponierte Terroir von Mönchen wiederentdeckt und ab dem 17. Jahrhundert vom Jesuitenorden als Klosterweingut bewirtschaftet. In Folge der Französischen Revolution wurde der Besitz säkularisiert und gelangte schliesslich in das Eigentum des aus Brüssel immigrierten Brauers Gustav van Volxem. Der weitsichtige van Volxem erkannte schnell das Potenzial der privilegierten Grossen Lagen des Traditionsweingutes und entwickelte es in den Folgejahren zu einem der renommiertesten Güter im Kaiserreich. Mit dem Aufstieg des Moselweins – und im Besonderen der Weine von der Saar – als weltweit begehrtes Luxusgut begann auch die grosse Blütezeit des Weingutes Van Volxem, denn nun gelangten die Weine international auf zahlreiche Weinkarten. 

        Nach vier Generationen im Besitz der Familie van Volxem, übernahm im Jahr 2000 Roman Niewodniczanski, der im Übrigen aus einer renommierten Eifeler Bierbrauer-Dynastie stammt, die traditionsreiche Hofanlage, restaurierte sie denkmalgerecht und erwarb zahlreiche, in Vergessenheit geratene Spitzenlagen hinzu – darunter so geschichtsträchtige Spitzenlagen wie Scharzhofberger, Gottesfuss, Bockstein, Geisberg, Goldberg und Altenberg. Mit Dominik Völk konnte Niewodniczanski im Jahr 2004 einen kongenialen Kellermeister für sein visionäres Saarwein-Projekt gewinnen, der seitdem im Weinkeller grandios Regie führt und Jahr für Jahr erstklassige Rieslinge auf die Flasche bringt.

        Die neue Manufaktur – Exzellenz bis ins letzte Detail

        Traditionelle Handwerkskunst geniesst bei Van Volxem einen extrem hohen Stellenwert. Daher ist der Name des erst kürzlich fertig gestellten "Manufaktur"-Weingutes (von Lateinisch "manus"-Hand und "facere"-machen) alles andere als Zufall. Dieser Name ist absolut Programm – denn in der neuen, hoch über der Saar gelegenen Manufaktur Van Volxem auf dem Wiltinger Schlossberg entstehen handwerklich produzierte Saar-Weine der Extraklasse. 

        Mit diesem Prachtbau hat Roman Niewodniczanski konsequent den nächsten Schritt gemacht und neue Massstäbe für den deutschen Weinbau definiert – wie in seinen Weinen kommt seine besondere Auffassung von Exzellenz hier deutlich zum Ausdruck. Mit viel Liebe zum Detail ist ein Gebäude-Ensemble aus Produktions- und Präsentationsräumen entstanden, das dem Steillagen-Weinbau in der Region weiteren Aufschwung verleihen soll. Mit puristischer Architektur und hochwertigem Design hat er seinem Weingut und vor allem den Weinen von der Saar symbolisch ein Denkmal gesetzt – ein spektakuläres Monument aus Naturstein, das ungemein viel internationales Flair besitzt. Eine Vinothek vom Feinsten lädt zum Weingenuss der besonderen Art ein – mit herrlichem Blick auf die Weinlagen im romantischen Altarm der Saar. Im Obergeschoss befindet sich ein Panorama-Saal, der seinem Namen alle Ehre macht: die bis zu 8,60 Meter breiten Fenster ermöglichen eine spektakuläre Aussicht auf fünf der Großen Lagen des Weingutes. 

        Das Herzstück der Manufaktur Van Volxem ist aber zweifellos der Holzfasskeller. Die Wandgestaltung dieses einzigartigen, komplett in Naturstein ausgekleideten Raums, erfolgte in Anlehnung an moseltypische Weinbergsmauern. In diesem aussergewöhnlichen Ambiente reifen die Weine, der Tradition der berühmten Saarweine um 1900 folgend, in erstklassigen Holzfässern, die von der österreichischen Fassbauer-Legende Franz Stockinger extra für Van Volxem massgeschneidert wurden. Das wertvolle Holz dafür stammt aus familieneigenen Wäldern der Eifel, die von den Vorfahren der Familie Niewodniczanski vor Jahrhunderten gepflanzt wurden. Dank der Ausrichtung der Manufaktur auf die Optimierung aller Arbeitsabläufe, die Nutzung der Schwerkraft bei der Traubenverarbeitung, einem intelligenten Ressourcenmanagement und umweltschonender Energiegewinnung konnten sämtliche Produktionsprozesse nachhaltig verbessert werden.

        Ihre weltweite Einzigartigkeit erhalten die Weine von Van Volxem infolge ihrer Prägung durch die kargen Schieferböden der faszinierenden Steillagen an der Saar – mineralreiche Relikte Millionen Jahre alter Meeresablagerungen. Die Genetik der Reben ist zu einem grossen Teil wurzelecht; das durchschnittliche Rebenalter liegt bei etwa 35 Jahren. In der Lage Wiltinger Gottesfuss, einer der steilsten und renommiertesten Saarlagen, verfügt Van Volxem sogar über etwa 130 Jahre alte, wurzelechte Riesling-Reben – eine absolute Rarität. Dieser seit Generationen überlieferte Schatz ist der Grundstein für die individuelle Differenzierung jeder Lage sowie für die Komplexität und Reifefähigkeit der Weine von Van Volxem.

        Die devonischen Schieferböden und die ideale Exposition zur Sonne bilden im Zusammenspiel mit dem eher kühlen Klima an der Saar einzigartige Voraussetzungen für grosse Weisswein-Unikate. Durch die extrem lange Reifezeit der Riesling-Trauben können sich besonders intensive Aromastoffe bilden, die dem eleganten, von Schiefer geprägten, würzig-frischen Weinen eine voluminöse, ja fast barocke Kraft verleihen – ohne dass die Weine dabei in irgendeiner Weise überladen oder gar wuchtig wirken würden. Der langen Tradition auf Van Volxem folgend, sind die Weine überwiegend trocken ausgebaut – gedacht als harmonische Essensbegleiter, moderat im Alkohol, reif in der Säure, dicht und komplex in der Struktur. 

        Für alle Weine von Van Volxem werden ausschliesslich von Hand gelesene und in der Manufaktur nochmals von vielen helfenden Händen aufwändig selektierte Trauben verarbeitet. Nach einer, zum Teil mit modernen Korbkeltern erfolgenden, schonenden Pressung der Beeren werden die Moste in grossen Eichenfässern sowie temperaturgesteuerten Edelstahlgebinden sehr langsam vergoren. Um die individuelle Stilistik der verschiedenen Terroirs zu bewahren und eine hohe Reifefähigkeit der Weine zu erreichen, werden dabei in der Regel keine Reinzuchthefen verwendet. 

        Bei allen Arbeitsschritten – ob im Weinberg, im Weinkeller oder bei der Abfüllung – ist es das Streben nach absoluter Harmonie und feinster Balance zwischen Frucht und Frische im Glas, das den Stil von Van Volxem prägt. Dass dies im herausragenden Jahrgang 2019 wieder einmal exzellent gelungen ist, beweist unser Saar Riesling "Fuder 13" eindrucksvoll.

        Ein Weltklasse-Riesling für jeden Tag  

        Der Saar Riesling "Fuder 13" ist eine exklusive Mövenpick-Selektion aus hochreifen Trauben von mindestens 30 Jahre alten Reben, die in feinsten Schiefer-Steillagen an der Saar wachsen. Die Degustation dieses Weines stellt ein grosses Vergnügen dar – für Auge, Nase und Gaumen. Schon aus dem Glas strahlt dieser Riesling brillant leuchtend in kräftigem Hellgelb heraus; seine Klarheit und Präzision sind dem Wein ebenso anzusehen wie seine innere Reife und die fruchtige Konzentration. Der Nase offenbart sich ein deutlich schieferwürziges Bouquet mit einem Fruchtcocktail aus Mirabelle, Holunderblüten, weissem Pfirsich, einem Hauch exotischer Früchte sowie liquidem Gestein – ein mineralischer Gruss der einzigartigen Weinbergsböden. Am Gaumen präsentiert sich unser "Fuder 13" dann mit geradliniger Art – die Struktur ist straight und mineralisch pikant, die vielfältigen Fruchtnuancen von Pink Grapefruit, Limette, Pfirsich, Mango und Mirabelle sind reich und verbinden sich in herrlich gekonnter Weise mit der reifen Säure dieses Vorzeige-Rieslings. 

        Der Saar Riesling "Fuder 13" ist ein  spannender und angenehm trockener Weisswein mit seidiger Textur, hoher Dichte und attraktiver Frische, der neben seiner Schieferwürze auch eine hochfeine Kräuteraromatik besitzt. Im Abgang zeigt er sich aromatisch und intensiv, mit Rasse und cremigem Schmelz zugleich, mit reichlich Finesse und einer wunderbaren Eleganz – sein solitäres Steillagen-Terroir kommt mit jedem Schluck zur Geltung.

        Dank seines grossen aromatischen Reichtums, seiner reifen Säure, seinem sanften Schmelz und seiner mineralischen Frische passt der Saar Riesling Fuder 13 absolut perfekt zu unserem Rezept vom exotisch-fruchtig-würzigen Thai-Salat. Alle Aromen sind in Balance, die reife Frucht hüllt die dezente Schärfe ein und die sanfte Frische ergänzt sich herrlich mit den feinwürzigen Noten des Gerichts – mit Minze, Zitronengras, Galgant oder Ingwer muss man als Wein erst mal umgehen können. Kein Problem für unseren Saar-Riesling, der mit dem sommerlichen Salat im Thai-Stil einen anmutigen Spielpartner findet, der sich ebenfalls intensiv und zugleich fein nuanciert am Gaumen präsentiert und den Wein ideal ergänzt. 

        Überhaupt ist der "Fuder 13" kulinarisch eine Bank zu allen asiatisch angehauchten Gerichten: Ob Sojasauce, Sesamöl oder Curry – explosive Aromatik bringt die Saiten des Fuder 13 erst richtig zum Klingen und der Wein kann zeigen, was er alles kann. Ein fast universeller Essensbegleiter, der sich ebenso zu Fisch oder Meeresfrüchten wie zu traditionellem Spiessbraten, Gemüseterrinen, Spargelgerichten, Pilzen in Rahmsauce oder Wiener Schnitzel eignet. Ein Riesling-Allrounder, der nach grossem Kino schmeckt und schiere Lust nach mehr Van Volxem macht. 

        2019 Riesling Fuder 13 Saar Weingut Van Volxem

        Das Rezept – Nudelsalat «Thai-Style»

        Zubereitungszeit: 1 Stunde, Kühlzeit: 2 - 3 Stunden

        Zutaten: Salz • 4 lebende Marrons oder andere Flusskrebse • 50 g Frühlingslauch (Ersatz: Frühlingszwiebeln) • 50 g Möhre • 50 g rotes Paprikafruchtfleisch_ • 10 g frischer Galgant (Ersatz: frischer Ingwer) • 50 g Shiitake-Pilze • 50 g Sojasprossen • 300 g schmale Bandnudeln • 30 ml Sesamöl • 10 g schwarze Sesamsamen • 1 EL Tamarindensaft (Ersatz: Zitronensaft) • 1 EL Honig • 1 EL Aceto balsamico • Chilipulver • Meersalz • 1 Stängel Minze • 1 Stängel Zitronengras

        1. Bringen Sie in einem grossen Topf 5 Litern Salzwasser zum Kochen und garen Sie die Krebse nacheinander – Kopf voraus – darin jeweils 4 Minuten. Danach die Krebse herausnehmen und abtropfen lassen.

        2. Das Gemüse waschen und putzen oder schälen. Den Lauch, die Möhre und das Paprikafruchtfleisch in feine Streifen schneiden. Den Galgant schälen und fein hacken. Shiitake Pilze putzen, von den harten Stielen befreien und die Hüte je nach Grösse halbieren oder vierteln. Die Sojasprossen verlesen, abspülen und abtropfen lassen.

        3. Die Bandnudeln in ausreichend Salzwasser etwas mehr als al dente kochen, abgiessen und gut abtropfen lassen.

        4. Erhitzen Sie das Öl im Wok und braten Sie die Gemüsestreifen darin bei starker Hitze unter Rühren an. Dann Galgant, Sesam, Tamarindensaft, Honig und Balsamico zufügen. Die abgetropften  Sojasprossen und Bandnudeln untermischen und alles gut vermengen. Schmecken Sie den Nudelsalat mit Chilipulver und Meersalz ab und stellen Sie ihn für 2 bis 3 Stunden in den Kühlschrank.

        5. Das Zitronengras der Länge nach vierteln. Die Krebse ausbrechen und den Darm entfernen. Ziehen Sie je einen Streifen Zitronengras durch den Darmkanal und grillen Sie die Krebsschwänze 2 Minuten von jeder Seite oder braten Sie diese in einer Grillpfanne an. Nur leicht salzen, die Krebse auf  den in Schalen angerichteten Nudelsalat legen und mit Minze garnieren.

        Tipp: Erfrischend, exotisch und dazu noch leicht vorzubereiten: Dieser Salat ist ideal, wenn Sie Besuch bekommen, denn alles bis auf das minutenschnelle Grillen kann gut im Vorfeld erledigt werden.

        Dieses und viele weitere, spannende Rezepte finden Sie in unserem Mövenpick Kochbuch. Als leidenschaftliche Gastgeber haben wir zu jedem Menü den passenden Wein als Empfehlung ausgewählt. Zudem können Sie in dem Buch tiefer eintauchen und die Geschichte einzelner Winzer, Anbaugebiete und deren Terroir auf der ganzen Welt kennenlernen. Wir möchten Sie inspirieren, die vielfältigen Rezepte mit den dazu passenden Weinen auszuprobieren. Erleben Sie unvergessliche Genussmomente mit dem Mövenpick Kochbuch.

        Das Mövenpick Kochbuch Jubiläum 70 Jahre Buch / Livre Editions Gräfe & Unzer Verlag

        Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen beim Kochen und viel Vergnügen beim Degustieren und Geniessen. 

        Diese Beiträge könnten Sie auch noch interessieren: