Bordeaux 2021 – ein Jahr der Erfahrung und harten Arbeit

    2021 mag kein Überfliegerjahrgang sein. Doch, obwohl die Wetterbedingungen den Winzerinnen und Winzern viel abverlangt haben, findet man unter den 2021-ern konzentrierte Weine mit dunkler Farbe und schöner Struktur. Insgesamt ein guter bis sehr guter Jahrgang, der aber von Château zu Château sehr unterschiedlich ausfiel. Erfahren Sie hier mehr über den neuen Bordeaux Jahrgang.
    Tjark Witzgall, Product Manager Bordeaux, an der Primeur-Degustation 2021 auf La Dominique in St-Emilion

    Frost, ein kühler Frühling, viel Regen und zum Schluss ein unerwarteter Indian Summer, der sich als Rettung herausstellte: Die Wetterbedingungen, mit welchen das Bordelais 2021 zu kämpfen hatte, hätten vor vielleicht 30 Jahren noch zu einem Flop-Jahrgang geführt. Doch diese Zeiten sind vorbei. Heute haben die Winzerinnen und Winzer modernste Hilfsmittel zur Verfügung und kombinieren diese gekonnt mit ihrer immensen Erfahrung. Die Arbeit im Weingarten wird präzise geplant und bei Bedarf innert Kürze den aktuellen Bedingungen angepasst. Nur wer vorausschaut und in jeder einzelnen Rebzeile genau dann die Trauben liest, wenn der perfekte Tag gekommen ist, wird mit bester Qualität belohnt. 2021 zählte daher zu den Gewinnern, wer sein Team aus Erntehelferinnen und -helfern effizient einsetzen konnte, hart arbeitete und genügend Equipment zur Verfügung hatte, um die Ernte schnell einzuholen. Châteaus, die über grosse Weingärten verfügen, sind unter diesen Voraussetzungen natürlich im Vorteil, denn wenn sie eine Vegetationsphase verpasst, oder Teile ihrer Ernte durch den Mehltau verloren hatten, konnten sie noch auf eine erfolgreiche Ernte in anderen Lagen hoffen.

    Schwer vergleichbar – ein einzigartiger Jahrgang
    Der Jahrgang 2021 könnte heterogener nicht sein, was es unmöglich macht, ganze Appellationen als Sieger oder Verlierer des nassen Sommers zu ernennen. Auch die Frage, ob wir es mit einem Jahr zu tun haben, in dem das Rive gauche oder das Rive droite die schönsten Resultate hervorbrachte, lässt sich nicht generell beantworten. Auf beiden Seiten der Gironde sind Spitzenweine entstanden. Die Merlot-Traube litt zwar unter dem sonnenarmen Sommer, trotzdem weisen die Weine einen normalen Säuregrad auf. Die Cabernet Sauvignons zeigen kaum krautige Eigenschaften, was in einem solchen Jahr nur durch das Können der Winzerinnen und Winzer wettgemacht werden kann. Die exzellenten Resultate sind nicht zuletzt den Cabernet Sauvignon und Cabernet-Franc-Trauben zu verdanken, die eine überraschend grossartige Reife erreichten.

    2021 geht vielleicht nicht als Jahrhundertjahrgang in die Geschichtsbücher ein. Aber vergessen werden wir ihn trotzdem nicht so schnell. Er beschert uns komplexe Rotweine mit einem niedrigeren Alkoholgehalt und teilweise weniger Tiefe als die Erzeugnisse der Jahre 2018, 2019 und 2020, jedoch einen früheren und umso grösseren Trinkspass. Guillaume Pouthier von Les Carmes Haut-Brion fasst den Jahrgang so zusammen:

    2021 ist nicht der Wein des Jahrhunderts, aber der Wein eines neuen Jahrhunderts.

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    2021 Château Bourgneuf Pomerol AOC
    2021 Château Plince Pomerol AOC
    2021 Château Batailley 5e Cru Classé Pauillac AOC
    2021 Château Léoville Barton 2e Cru Classé St-Julien AOC
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