2018 Château Duhart-Milon Rothschild
Dieses Château steht oft im Schatten des grossen „Lafite-Rothschild“, der das Portfolio der Familie anführt. Aber im Schatten lässt es sich gut leben, denn was dieser „4ème Cru Classé“ Jahr für Jahr in die Flasche bringt, ist bemerkenswert. Spätestens seit dem 2009er ist die Zeitenwende spürbar. Die Parzellen grenzen östlich an Lafite, das Terroir ist also vom Feinsten. Die Weinbereitung ebenfalls, denn die erledigt ja das gleiche Team wie beim „grossen Bruder“. Zudem liefert die hauseigene Küferei passgenau getoastete Fässer.
Cassis und Veilchen im Duft, am Gaumen präsente, aber gezügelte Tannine. Und dann diese klassische frische Art, so was wie ein Charakteristikum der letzten Jahre für Bordeaux mit Top-Lagen. Kühle Parzellen sind im Vorteil, der Wandel des Wetters bringt verlässlich Reife und vergrössert das „Lesefenster“, so ist die Gerbsäure immer sehr fein, sehr poliert. Spielt oben mit in Pauillac und macht dem hauseigenen „Platzhirsch“ Lafite mächtig Konkurrenz. Bravo!
Produktdetails
Beschreibung
Dieses Château steht oft im Schatten des grossen „Lafite-Rothschild“, der das Portfolio der Familie anführt. Aber im Schatten lässt es sich gut leben, denn was dieser „4ème Cru Classé“ Jahr für Jahr in die Flasche bringt, ist bemerkenswert. Spätestens seit dem 2009er ist die Zeitenwende spürbar. Die Parzellen grenzen östlich an Lafite, das Terroir ist also vom Feinsten. Die Weinbereitung ebenfalls, denn die erledigt ja das gleiche Team wie beim „grossen Bruder“. Zudem liefert die hauseigene Küferei passgenau getoastete Fässer.
Cassis und Veilchen im Duft, am Gaumen präsente, aber gezügelte Tannine. Und dann diese klassische frische Art, so was wie ein Charakteristikum der letzten Jahre für Bordeaux mit Top-Lagen. Kühle Parzellen sind im Vorteil, der Wandel des Wetters bringt verlässlich Reife und vergrössert das „Lesefenster“, so ist die Gerbsäure immer sehr fein, sehr poliert. Spielt oben mit in Pauillac und macht dem hauseigenen „Platzhirsch“ Lafite mächtig Konkurrenz. Bravo!
Weitere Informationen
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Artikelnummer
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0471818 |
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Ratings
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James Suckling 96/100 | Antonio Galloni 94/100 | Falstaff 94/100 | Jeb Dunnuck 93/100 | Parker 93–95/100 | WeinWisser 19/20 | Score 18.5/20 |
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Ausbau
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im Barrique |
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Weinbau
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Traditionell |
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Vegan
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Nicht angegeben |
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Subregion
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Pauillac |
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Alkoholgehalt
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14.5% |
Genusstipps
Genusstipps
Tiefes Purpurgranat. Komplexes blaubeeriges Bouquet mit schwarzen Johannisbeeren, erdiger Würze und Waldhimbeeren, royaler Charakter. Am kräftigen Gaumen mit fleischigem Extrakt und einer ideal stützenden Säure, alles in perfekter Balance. Im gebündelten Finale explodiert das «Ding» unvermittelt und wird immer nachhaltiger, Preiselbeersaft, rote Johannisbeere und Alpenheidelbeeren.
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Ausgewählt von Mövenpick Wein
Produzent
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Château Duhart-Milon
Vom Zweitwein zum Erstwein
Namensgeber Sieur Duhart, ein Freibeuter unter Ludwig XV., inspirierte nicht nur mit seinem Hafenhaus in Pauillac das Etikett der Weine – Risiko und Abenteuerfreudigkeit, aber auch der Mut neue Wege zu betreten, sind weitere vereinende Werte, welche das Château bis heute widerspiegelt. Die Geschichte des über 100 Hektar grossen Anwesens reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damals diente der westliche Teil der Weinberge, der zu rund 70% mit Cabernet Sauvignon bestockt ist und durch Merlot ergänzt wird, als Zweitwein für Château Lafite. Bereits 1855 wurde die aussergewöhnliche Qualität der Weine des Milon-Hügels anerkannt, als Château Duhart-Milon als einziger Vertreter seiner Zunft in Pauillac zum 4ème Grand Cru Classé erhoben wurde.
1962 erkannte schliesslich Domaine Barons de Rothschild ebenfalls das grosse Potenzial des Guts, übernahm es, modernisierte die Infrastruktur und entwickelte die Qualität der Weine nachhaltig weiter. Auf dem für lange Zeit stark vernachlässigten Teil von Lafite begann man mit selektiver Lese, besserer Pflege der Reben und präziser Vinifikation, um neben der hohen Qualität auch mehr Konstanz in die Jahre zu bringen. So verbindet Duhart-Milon heute historische Tiefe, klassisches Pauillac-Terroir und moderne Weinbaukunst in einem Wein mit klassisch-zurückhaltendem Pauillac-Charakter.
Die Trauben werden präzise gepflegt, von Hand gelesen und in temperaturgeregelten Edelstahltanks vinifiziert. Anschliessend erfolgt der Ausbau in französischen Eichen-Barriques, teils neu, teils wiederverwendet. Ziel ist ein Wein, der jung charmant ist, zugleich aber über ein langes Lagerpotenzial verfügt, so Kellermeister Alexandre Fautrier. Der Zweitwein, aus jüngeren Reben, reift kürzer und bietet einen frischen, trinkreifen Einstieg in die Welt von Duhart-Milon. Ein kleiner Anteil Weisswein aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Sauvignon Gris rundet das Portfolio ab – vollmundig, kraftvoll und elegant.
Der Weinberg wird zukunftsorientiert agro-ökologisch bewirtschaftet – Landwirtschaft im Einklang mit Natur, Umwelt und Gesellschaft. Man nutzt natürliche Prozesse wie Zwischenbegrünung für eine vitale Bodenvitalität, verzichtet auf chemische Pestizide und arbeitet eng mit den umliegenden Bauern zusammen. Der renovierte Keller ist funktional gestaltet, um effizient und energiesparend genutzt zu werden. Gäste sind herzlich willkommen: Ob Führung, Degustation oder Erlebnis-Tour – das Team nimmt sich Zeit, empfiehlt aber eine Reservierung, um das Duhart-Milon-Erlebnis in vollen Zügen geniessen zu können.
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