2022 Terre à Boire
Produktdetails
Beschreibung
Weitere Informationen
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Artikelnummer
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0479122 |
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Ratings
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Score 18/20 |
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Ausbau
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10 Monate in Grossholz |
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Weinbau
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Traditionell |
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Vegan
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Ja |
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Rebsorte(n)
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Chasselas: 100% |
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Subregion
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Lavaux |
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Alkoholgehalt
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12.8% |
Genusstipps
Genusstipps
Mittleres Gelb, goldene Akzente. Der Duft von delikater Lindenblüte und einem Hauch Hefe in der elegant parfümierten Nase, auch etwas Limette und Eisenkraut. Ausgeglichen und feinaromatisch am Gaumen: eine typische Chasselas-Aromatik trifft sich mit dezenten mineralischen Akzenten, Stachelbeeren und Blütenhonig; intensiv bleibend bis ins charmante Finale.
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Servier-Empfehlung
Genussreif
Jetzt trinkreif
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Ausgewählt von Mövenpick Wein
Produzent
Produzent
Louis Bovard
Als Louis-Philippe 1983 das Weingut übernahm, hatte er eine klare Vision: Die Weine seiner 13 Hektar Reben wollte er in neue Sphären führen – mit neuen Rebsorten und Stilen, die über die Grenzen der Region bekannt werden sollten. Der Druck war entsprechend gross, denn das regelmässig prämierte Traditionshaus zählt seit Langem zu den Vorzeige-Weingütern der Region. Louis-Philippe ist es gelungen, diese ambitionierten Ziele zu verwirklichen: Heute geniesst das Weingut internationale Anerkennung in Fachkreisen.
Weisswein mit Alterungspotenzial
Rotwein wird hier nur in kleinen Mengen aus Pinot Noir, Merlot und Syrah produziert – das Hauptaugenmerk liegt regionstypisch auf Weisswein. 70% der Fläche besetzt der Klassiker Chasselas, kleine Bereiche werden den alten einheimischen Rebsorten Giclet und Bois Rouge gewidmet, zudem gesellen sich auf den ausgewiesenen Parzellen die modernen Sauvignon Blanc und Chenin Blanc – ein Paradies für Liebhaber authentischer Weissweine. Neben der Ausweitung des Rebsorten-Portfolios legte er eine bedeutende Kollektion alter Dézaley-Jahrgänge an, um das besondere Alterungspotenzial dieser heimischen Spezialität herauszukristallisieren und zu beweisen, dass auch Weisswein in dieser Region mit zunehmender Reifung an Komplexität gewinnt. Seine Dézaley Grand Cru zählen zu den besten Vertretern der Chasselas Rebe, welche die Schweiz zu bieten hat – reinsortig aus alten Reben mit streng reglementierter Herkunft und Produktionsverfahren.
Die Terrassen sind optimal nach Südosten und Südwesten ausgerichtet. Die hohe Pflanzendichte sorgt für tiefe Wurzelbildung – eine Notwendigkeit für eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung der Reben, aber auch für die Stabilität in den schwindelerregenden Weinbergen, welche mit Neigungen von 30-50% zu den steilsten und sonnenverwöhntesten der Schweiz zählen. Perfekt für den Anbau, wunderschön anzusehen, aber zeitintensiv in der Bearbeitung – so findet die Bearbeitung der Reben und Ernte der Trauben sehr aufwendig manuell per Hand statt.
Während die neuen weissen Rebsorten konventionell ohne BSA vinifiziert werden, wartet auf den Chasselas eine hier typische Herstellungsmethode. Im Keller bedient man sich grosser Eichenholzfuder, die sich für die spezielle Art der Vinifikation besonders gut eignen. Nach dem sanften Pressen reifen die Weine in den porösen Behältern und durchlaufen eine malolaktische Gärung mit darauffolgender Reifung auf der Feinhefe – ein Prozess, der dem Wein den besonderen Schmelz und die gewünschte Lagerfähigkeit verleiht.
Unermüdlich experimentiert man in Zusammenarbeit mit Kanton und Bund den Anbau neuer, aber auch alter Rebsorten, um den Weinberg der Zukunft mitzugestalten. Im eigenen Versuchskeller werden die Sorten mittels verschiedener Techniken individuell vinifiziert, um die Besonderheiten der Reben und Parzellen besser kennenzulernen und zu erforschen – immer mit dem Ziel, die Rebe und den Wein für die Zukunft zu optimieren.
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