Ein goldener Moment für die Staatskellerei Zürich: Staatsschreiber Weiss und Lunaris triumphieren beim Grand Prix du Vin Suisse. Ein Erfolg, der von gelebter Weintradition, mutigen Ideen und der Leidenschaft eines engagierten Teams erzählt.
Manchmal wird aus täglicher Hingabe ein goldener Moment. Für die Staatskellerei Zürich ist dieser Augenblick gekommen: Beim Grand Prix du Vin Suisse 2026 wurden der 2025 Staatsschreiber Cuvée Blanc Prestige und der 2022 Lunaris mit Gold ausgezeichnet. Zwei Weine, zwei Persönlichkeiten und ein gemeinsamer Grund zum Feiern. Hinter diesem Erfolg stehen Menschen, die mit Fingerspitzengefühl, Erfahrung und viel Herzblut ihre Vorstellung von Zürcher Wein verwirklichen. Für sie ist die doppelte Ehrung eine Bestätigung, die Freude bereitet und zu neuen Ideen anspornt.
Wie viel diese Ehrung bedeutet, zeigt der Blick auf das Teilnehmerfeld: Unter 2844 eingereichten Weinen erhielten nur 425 eine Goldmedaille. Damit zählen die beiden Zürcher Gewächse zu den knapp 15 Prozent, die sich diese Anerkennung verdient haben. Ein glanzvoller Erfolg zur 20. Ausgabe des Wettbewerbs und eine schöne Würdigung ihrer eigenständigen Charaktere. Dass gleich zwei Weine des Hauses diese Auszeichnung tragen, macht die Freude in Rheinau umso grösser und lädt dazu ein, die Vielfalt der Staatskellerei näher kennenzulernen.
Seinen Anfang nimmt diese Geschichte im historischen Klosterkeller von Rheinau. 1862 legte der Dichter Gottfried Keller als Zürcher Staatsschreiber den Grundstein für die heutige Staatskellerei. Wo jahrhundertealte Weintradition zu Hause ist, gestalten Geschäftsführer Christoph Schwegler und Kellermeister Jan Amann mit ihrem Team die Zukunft. Sie verbinden regionale Verwurzelung mit der Freude am Entdecken und dem Anspruch, Weine mit eigener Handschrift zu schaffen. Die Geschichte des Hauses ist dabei Inspiration und Verpflichtung zugleich: Bewährtes sorgfältig weiterzuführen und neuen Ideen Raum zu geben, gehört hier zusammen.
Beim 2025 Staatsschreiber Cuvée Blanc Prestige erhält die Goldmedaille besonderes Gewicht: Er entsteht in vergleichsweise grosser Menge. Seine Auszeichnung würdigt die Kunst, Qualität für viele Menschen erlebbar zu machen. Dahinter stehen Sorgfalt, Können und der Anspruch, diesem Versprechen mit jeder Abfüllung gerecht zu werden. So wird die Ehrung auch zu einer Anerkennung jener Arbeit, die im Alltag oft im Verborgenen bleibt. Für alle, die den Staatsschreiber bereits schätzen, ist das ein schöner Anlass zum Anstossen. Für alle anderen die Gelegenheit, einen goldprämierten Zürcher Weinliebling kennenzulernen.
Der 2022 Lunaris wiederum erzählt vom Mut, neue Wege zu gehen. Seine Reben wachsen im steilen Rebberg Chorb in Rheinau, der biodynamisch nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet wird. Die pilzwiderstandsfähigen Sorten Cabernet Jura und Monarch verbinden sich zu einer eigenständigen Cuvée. Mit ihr erhält auch die Arbeit im Einklang mit der Natur goldene Anerkennung. Der Lunaris steht damit für eine Haltung, die den respektvollen Umgang mit dem Rebberg und die Offenheit für neue Rebsorten verbindet. Seine Medaille ist ein ermutigendes Zeichen dafür, welches Potenzial in diesem Weg steckt.