Château Pétrus

      Château Pétrus

      Château Pétrus

      Das wohl berühmteste Weingut des Bordelais

      Das Château Pétrus gehört zu dem Portfolio der bekannten Familie Moueix Es ist nicht nur als herausragender Rotwein eine wahre Legende und die Benchmark für Merlot Weine in aller Welt; er ist zugleich das Symbol eines lagerfähigen Weines, der sogar als Anlageobjekt taugt, Kenner investieren in Pétrus wie andere in Aktien, Immobilien oder moderne Kunst.

      Die Familie Moueix führt das Château Pétrus mitten in der renommiertesten Herkunft für exklusive und lagerfähige Rotweine – das Bordeaux. Genauer befindet sich das Weingut in  der Weinbauregion Pomerol. Eine an der Strasse gut sichtbar postierte Steinfigur des Apostels Petrus ist Namensgeber des Châteaus. Die Rebfläche des Weingutes beträgt 11,5 Hektar und ist zu 95 Prozent mit Merlot und zu 5 Prozent mit Cabernet Franc bestockt. Die Verwendung der Trauben entscheidet sich je nach Qualität der Traubenernte, so dass in vielen Jahrgängen kein Cabernet Franc einfliesst und der Château Pétrus häufig ein reiner Merlot ist. Jede der 12 Parzellen von Pétrus wird separat in mehreren Durchgängen geerntet. Die Lese erfolgt mit grösster Sorgfalt ausschliesslich von Hand und die Trauben werden danach mehrfach selektiert, bevor der Herstellungsprozess beginnt. Dieses Ernte-Verfahren ist zwar sehr kostenintensiv, sorgt aber dafür, dass jeweils wirklich nur die am besten ausgereiften Trauben verarbeitet werden. Die Rebstöcke sind 40 bis 70 Jahre alt, der Ertrag ist daher sehr niedrig und schwankt je nach Jahrgang zwischen 15 und 45 Hektoliter pro Hektar. Das entspricht einer geringen Flaschenanzahl zwischen 2000 und 6000 auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern.  Insgesamt werden etwa 65 Barrique-Fässer jährlich abgefüllt, so dass die Jahresproduktion des Chateaus bei nur 25.000 bis 30.000 Flaschen liegt.

      Die kleine Produktionsmenge erklärt, warum dieser Wein auf dem Markt nicht nur extrem rar, sondern auch relativ hoch im Preis ist, denn er ist sehr begehrt - erst recht in exzellenten und hoch dekorierten Jahrgängen. Ausserdem verdankt der Petrus seiner immensen Langlebigkeit die Beständigkeit im Marktwert, die Wertschätzung der Kenner und den geradezu mythischen Ruf: Gute Jahrgänge aus der Mitte des letzten Jahrhunderts sind auch heute noch ein grosser Genuss – vorausgesetzt sie wurden perfekt gelagert.

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      Die Geschichte von Château Pétrus

      Zwar existiert das Château bereits seit dem 18. Jahrhundert, international hatte das Weingut aber lange einen geringen Bekanntheitsgrad und spielte auch innerhalb der Appellation Pomerol keine führende Rolle. Erst im 20. Jahrhundert, als Château Pétrus von Marie-Louise Loubat gekauft wurde, konnte das Weingut sich die heutige Ausnahmestellung erarbeiten. Als Inhaberin eines angesehenen Restaurants in Libourne hatte Madame Loubat den Sachverstand, um Pétrus gemeinsam mit dem Weinhändler Jean-Pierre Moueix, der sich für die Vermarktung als optimaler Vertriebspartner erwies, an die Spitze des Anbaugebietes zu führen und seinen sagenhaften Ruhm zu begründen. Nach dem Tod der Besitzerin verkauften ihre Enkel das Weingut an Jean-Pierre Moueix, der in den folgenden Jahrzehnten mit grosser Leidenschaft nicht nur eine Vielzahl qualitativ herausragender Jahrgänge produzierte, sondern auch das Prestige von Château Pétrus als Ikone des Pomerol deutlich vergrössert hat.

      Als Nachfolger von Jean-Pierre Moueix übernahm sein älterer Sohn Jean-François im Jahr 2003 die Führung des Châteaus, während sein jüngerer Sohn Christian die Produktion leitete. Heute verwalten beide das bedeutende Erbe mit Respekt vor der Vergangenheit und führen es mit dem hohen Qualitätsanspruch des Vaters weiter, um einen zeitlos schönen Wein zu produzieren, der sich jenseits aller Moden bewegt und einen Ruf geniesst wie kein Zweiter.

      Das ‘Terroir’ von Petrus

      Die Sonderstellung von Pétrus unter den Pomerol-Weinen liegt in einer geologischen Besonderheit begründet. Wo heute Pétrus liegt, war früher die höchste Erhebung des Plateaus, die im Laufe der Zeit durch die Erosion abgetragen wurde. Während die umliegenden Flächen mit Kies bedeckt und dadurch vergleichsweise gut vor Erosion geschützt waren, trat auf der Kuppe bei Pétrus das weiche Grundgestein frei zutage. Dieses verwitterte durch den Einfluss des Wetters und mischte sich mit Sand, der vom Wind herangetragen wurde. So entstand im Lauf der Zeit ein lehmig-sandiges Gemisch, reich an Mineralstoffen und fähig, den Wasserhaushalt auf ideale Weise zu regulieren, denn dieser Boden hält Wasser in Zeiten der Trockenheit fest, während der Sand und das unter dem Lehm liegende Sedimentgestein das Wasser bei starken Niederschlägen hervorragend absorbieren. Infolgedessen müssen die Rebstöcke weder unter einem Mangel an Feuchtigkeit, noch unter Staunässe leiden und geniessen ganzjährig einen ideal regulierten Wasserhaushalt. Diese einmalige geologische Formation umfasst insgesamt 20 Hektar, von denen gut 11 Hektar zum Besitz von Château Pétrus gehören. Die Besonderheit dieser Bodenstruktur hat wesentlichen Einfluss auf die sensorischen Vorzüge des Pétrus: Obwohl er einer der gehaltvollsten Pomerols ist, wirkt er niemals breit oder behäbig, sein immenser Extrakt scheint geradezu hinter seiner mineralischen Eleganz zu verschwinden. Gleichzeitig dominiert seine üppige runde Fülle immer über die Tannine und die Gerbstoffe sind weder körnig, noch rau. Zwar üben sie bei jüngeren Jahrgängen durchaus eine Dominanz auf den Gaumen aus, bleiben aber immer harmonisch und garantieren das immense Vermögen zur Reifung. Neben Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren, Maulbeeren und Pflaumen, zu denen sich mit den Jahren auch Noten von Tabak und Trüffel hinzugesellen, sind eine seidenweiche Textur und eine spannungsreiche Struktur Kennzeichen dieses dunklen und ungeheuer konzentrierten Rotwein-Monuments.

       

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