Chasselas - Schweizer Original

      Chasselas - Schweizer Original

      Die weisse Rebsorte Chasselas, auch Gutedel, Chablais oder Fendant genannt ist eine der ältesten Rebsorten der Welt. Ihr Ursprung ist ungeklärt. Es gibt Vermutungen, dass der Chasselas schon im alten Ägypten existierte, Analysen die den Chasselas als autochthone Sorte dem schweizerischen Kanton Waadt zuordnen, Einträge im „Kreutterbuch“ des deutschen Botanikers Bock aus 1539 und letztendlich DNA-Analysen, die den Ursprung der Rebsorte Chasselas im Nahen Osten „beweisen“.

      Chasselas – die Zartbesaitete

      Im Gegensatz zu seiner Herkunft, herrscht bei den Eigenschaften der Rebsorte Chasselas Einigkeit. Die Chasselas ist eine sehr zartbesaitete Rebsorte. Sie reift schnell, treibt aber eher spät aus. Die Chasselas ist sehr empfänglich für jegliche Krankheiten. Darüber hinaus ist bei dem Kultivieren der Rebsorte Chasselas das Verrieseln sowie der Magnesiummangel der Pflanzen ein Problem. Letzteres führt dazu, dass die Stiele der Chasselas vertrocknen und/oder es zum Schrumpfen der Beeren kommt.

      Der Schweizer unter den Rebsorten

      Heute ist die Rebsorte Chasselas vor allem das Aushängeschild der Schweiz. Hier sind rund 40% der gesamten Rebfläche (ca. 6‘000 ha) mit Chasselas bedeckt. Im Wallis wird aus Chasselas der bekannte Fendant gekeltert. Dieser Name hat seinen Ursprung im Französischen „se fend“, was „spaltet“ bedeutet - die Haut der Chasselas spaltet sich nämlich bei Fingerdruck von dem Fruchtfleisch. Im Gegensatz zu anderen Ländern werden die Chasselas-Weine hier oft mithilfe des biologischen Säureabbaus vinifiziert. Die häufig als sauer empfundene Apfelsäure wird demnach im Keller – ab 16° - durch schon vorhandene oder zugesetzte Bakterien in Milchsäure umgewandelt. Der Fendant ist so meist sehr geschmeidig und rund mit Butter- und Haselnussaromen.

      Aber auch aus der Waadt kommen hervorragende Chasselas-Weine. Hier sind die Weissweine dieser Rebsorte auch samtig und mild, aber mit mehr Frucht und Spritzigkeit. Seine dezente Zurückhaltung machen den Chasselas zu einem typischen Schweizer. Nirgendwo sonst ergibt der Chasselas derart subtile und komplexe Weine, die trotz ihrer Ruhe nur so vor Kraft strotzen. In den grossen Chasselas-Jahrgängen entfalten sich nach etwa fünf bis zehn Jahren Lagerung nussige Noten und Honigaromen. 

      Aber auch im Elsass spielt die Rebsorte Chasselas eine relevante Rolle, obwohl sie hier kaum reinsortig ausgebaut wird. Dafür wird die Chasselas zusammen mit dem Edelzwicker zu einer ausgezeichneten Cuvée. In Deutschland hingegen ist die Chasselas eher unter dem Namen Gutedel bekannt. Die hier entstehenden Chasselas-Weine überraschen mit pikanten Aromen und Fruchtigkeit. Überzeugen Sie sich selbst von den Chasselas-Weinen in unserem Sortiment und findet Sie heraus welche Herkunft Sie am Meisten überzeugt.